|
Vom traumhaft schönen Strand in Buffelo Bay bei Knysna geht es nach Mossel Bay, wo wir unser Nachtlager auf dem städtischen Campsite errichten. Wir schließen Bekanntschaft mit Rolf und Heidi aus
der Schweiz. Rolf hat unsere Reisestrecke vor 5 Jahren per Motorrad bereist, vor 15 Jahren ist er – ebenfalls per Motorrad – durch Westafrika gereist. So haben wir einige interessante Gesprächsthemen. Am Morgen beobachten wir
für eine ganze Weile ein Seehundrudel, dass sich nur ein paar Meter vor der Küste in den Wellen tummelt. Gleich neben den Surfern. Aber wir wollen nun endlich zu den Walen nach Hermanus – dem laut Reiseführer „besten Ort auf
der Welt, um vom Land aus Wale zu beobachten“. Wir nehmen jedoch nicht den direkten Weg, denn nach mehr als 23.000 km die wir von Deutschland aus zurück gelegt haben lassen wir es uns natürlich nicht nehmen, den südlichsten
Punkt Afrikas zu besuchen: Cape Agulhas, wo Indischer Ozean und Atlantik zusammenfließen
. Der Weg dorthin führt nach langem mal wieder über Schotterpiste und ist sehr einsam. Wir freuen uns, nach dem zur Zeit vor allem von deutschen Touristen besuchten Teil
der Gardenroute weg zu kommen und fühlen uns noch einmal ins „richtige“ Afrika zurückversetzt. Die darauf folgende Fotosession ist ausgiebig: Hansi am südlichsten
Punkt Afrikas, wir mit Hansi am südlichsten Punkt Afrikas – mit Sektglas, ohne Sektglas, mit Mercedes-Kappe, ohne Mercedes-Kappe, dann die gleiche Prozedur am
Markierungsstein des südlichsten Punktes. Beinahe hätten wir Karl-Heinz vergessen (danke Papa!). Danach folgen ein paar Schweigeminuten. Da ist zum einen das Gefühl, so weit gefahren zu sein.
Durch all die verschiedenen Länder, mit all den schönen Plätzen und den vielen vielen Begegnungen. Und dann rückt das Ende der Reise immer näher...
Wir besichtigen noch den zweit ältesten Leuchtturm Afrikas, den man auch besteigen kann. Oben sitzt ein kleines Falkenjunges, dass sich aus Angst vor uns todesmutig in den ersten Flug seines Lebens stürzt. Die Landung ist
holprig, glückt aber. Am folgenden Vormittag unternehmen wir eine ausgiebige Strandwanderung in der nahe gelegenen Bucht von Struis Bay, die zu unseren eindeutigen Favoriten zählt. Der Abschied fällt schwer, gerne hätten
wir noch länger verweilt, doch gegen Mittag geht’s wieder auf die Piste, auf der wir mehrere kleine Schildkröten entdecken. Bei einem kurzen Mittagstop in Pearly Beach sichten wir nahe der Küste eine Walmutter mit ihrem
Jungen. So machen wir uns auf nach Hermanus, um hoffentlich noch mehr von den Giganten beobachten zu können. Wir parken direkt im Ortskern an der Küste, steigen aus, und während Uwe einen auf der anderen Straßenseite
liegen gebliebenen Wagen anzuschieben hilft, verpasst er den ersten Wal, der nur wenige Meter vom Ufer einen gewaltigen Sprung aus dem Wasser vorführt. Die See ist stürmisch es windet und nieselt, doch wir sind überwältigt von dem Schauspiel, was sich uns in nächster Nähe
bietet. Als es uns zu ungemütlich wird fahren wir raus zum Campsite, schließlich haben wir den kompletten morgigen Tag zur Walbeobachtung eingeplant. Doch dann lernen
wir, dass Wale offensichtlich sonntags frei haben. Den ganzen Tag ist nicht ein Einziger zu sichten. So verweilen wir in Kaffees und wandern ein Stückchen die Küste entlang.
Vor der Abfahrt am Montag versuchen wir dann noch einmal unser Glück und siehe da – Wale in Sicht. Sie sind heute zwar nicht so aktiv wie am Samstag Nachmittag, dafür harren sie lange am gleichen Fleck aus.
Wir folgen der Küstenstrasse bis nach Münzenberg, nahe Kapstadt gelegen. Auf dem Weg dorthin präsentiert sich uns das andere Südafrika: Wir passieren kilometerlang Slum-Gebiete, ein seltsamer Anblick nach all den touristisch
voll erschlossenen Orten, in denen es an nichts fehlt. Auf dem Campsite geparkt entdeckt Nicole den Tafelberg, der sich von seiner Rückseite präsentiert. Den nächsten Tag verbringen wir in der Kap-Region. Die allerorts
angepriesenen Pinguinkolonien besichtigen wir nur kurz. Wir haben nicht wirklich nachgezählt, aber unsere Schätzungen lassen vermuten, dass auf einen Pinguin zwei Touristen kommen. So machen wir uns nach einem
kurzen Blick auf die kleinen Frackträger schnell aus dem Staub. Wir fahren weiter auf der Küstenstraße durch den Nationalpark zum „Kap der guten Hoffnung“. 23.461 km von Mernes entfernt. Und ausgerechnet hier erwartet uns
eine der größten Herausforderungen unserer Reise. Das berühmte Schild ist so belagert, dass es schier unmöglich erscheint, ein Bild von Hansi und uns zu schießen, auf dem kein anderer Tourist herum springt. Wie gesagt, zur Zeit
sind sehr viele deutsche Touristen unterwegs und so wird immer wieder gefragt: „Was? Sie sind mit dem Auto von Deutschland bis hier her gefahrten?“ Und: „Ist das denn nicht gefährlich?“ Die uns am meisten belustigende Frage
dieser Art wurde uns allerdings schon in Tsitsikamma gestellt: „Na, sind Sie da auch Schotterstraßen gefahren?“
Schließlich schaffen wir es, unseren Hansi direkt neben dem Schild zu positionieren und das obligatorische Bild mit einem Schein von Einsamkeit in den Kasten zu bringen. Ein sehr besinnlicher Ort ist es diesmal nicht, aber ein
wenig stolz sind wir schon, es bis hier her geschafft zu haben.
Wir quartieren uns auf der Caravan-Farm von Chris in Noordhoek ein, ein Stück außerhalb von Kapstadt. Ein sehr
schönes Fleckchen Erde, auf dem sich allerlei Tiere und Vögel tummeln – von den mittlerweile sehr ins Herz geschlossenen Perlhühnern über Pfauen, Schildkröten, Kühen bis hin zu Pferden. Der Ort ist wie geschaffen, um
Kapstadt zu erkunden, da er nach dem Trubel der Großstadt herrlich entspannt. So wird er unser Standort für die nächsten Tage, in denen wir zunächst einen ganzen Tag ausspannen, dann das 2-Ocean-Aquarium, Robben Island und die sehr gewöhnungsbedürftige weil überfüllte und natürlich touristische Waterfront
besuchen. Leider ist der berühmte Chapmans Peak Drive wegen Straßenschäden geschlossen – bereits seit 6 Monaten. Angeblich ein Politikum. So müssen wir immer
einen beachtlichen Umweg fahren. Einen Eindruck von der berühmten Küstenstraße erhalten wir aber doch, da sie von der Rückseite her ein Stück weit befahrbar ist. Da
Lodie mit Besuch aus der Heimat am gleichen Tag dort unterwegs ist, treffen wir uns in Hout Bay zum Mittagessen. Wir freuen uns sehr, ihn noch einmal zu sehen und auch
seine langjährigen Freunde – Rosie und Günther aus Langenselbold – kennen zu lernen. Es sind ein paar sehr schöne Stunden.
Im 2-Ocean-Aquarium verbringen wir mit Pausen einen ganzen Tag. Die Vielfalt ist einfach so faszinierend und ganz besonders die Fütterung der Meeresschildkröten und Rochen im großen Aquarium, in dem sich auch ein paar Haie
tummeln. Da wir den 5. Dezember haben ist einer der fütternden Taucher als Nikolaus verkleidet, wobei ihm sein im Wasser schwebendes Barthaar sehr zu schaffen macht. Falls dies die Generalprobe für den morgigen Nikolaustag
sein sollte – er wird sich sicherlich weigern.... Der Besuch der berühmten Gefängnisinsel „Robben Island“, auf der auch Nelson Mandela lange Jahre gefangen gehalten wurde ist für uns enttäuschend. Es kommt wenig rüber,
lediglich die Bootsfahrt bietet schöne Ausblicke auf Kapstadt und für kurze Zeit wird unser Boot von einem Delfin begleitet. Eindeutiges Highlight unseres Kapstadt Besuches ist die Besteigung des Tafelbergs. Es geht sehr steil
nach oben und es ist sehr warm. Dafür werden wir mit sagenhaft guter Sicht und zwei Tagen heftigstem Muskelkater belohnt.
Unsere Zeit in Kapstadt geht schnell vorüber. Wir fahren ein Stück landeinwärts, um einen Eindruck der Weinregionen zu bekommen. Der Weinort Stellenbosch beeindruckt zwar mit seine schönen alten Gebäuden, aber
es herrscht eindeutig zu viel Trubel. Also weiter nach Wellington, wo wir über den Bain´s Kloof Pass fahren und eine
Nacht inmitten absolut herrlicher Natur verbringen. Dann geht es über Worcester und Robertson auf die Route 62, die durch schöne Berglandschaft durch die kleine Karoo führt. In Outshorn, der Stadt der Straußen, kosten wir zum Mittag ein Straußenfilet – weich wie Butter und sagenhaft lecker. Wir übernachten in de
Rust, wo wir Jannette und Freddy aus Hermanus kennen lernen, die am nächsten Tag per Motorrad ebenfalls den Baviaanskloof (Pavian-Schlucht) druchfahren wollen.
Zunächst geht es noch ein gutes Stück über asphaltierte Straße und wir starten gut gelaunt in den Tag. Bis uns ein Sammeltaxis mit Anhänger beim äußert missglückten
Überholvorgang den Spiegel crasht und uns fast von der Straße drängt. Doch weder Lichthupe noch unsere Polizeisirene können den Fahrer zum Anhalten bewegen. Er
fährt weiter als sei nichts geschehen. Ein Passagier zeigt uns noch den „Efenberg-Finger“, was Uwe besonders wurmt. Da die Straße einige Hügel bietet, sind wir mit unserem Hansi nicht in der
Lage, die Verfolgung aufzunehmen. Vielleicht erwischen wir das Sammeltaxi ja noch bei irgendeinem Stop. Und so kommt es dann auch. Eine gute halbe Stunde später steht der Minibus an einer Kreuzung, an der wir zunächst
anders abbiegen, dann jedoch kehrt machen, sobald wir realisiert haben, dass es sich um „unser“ Sammeltaxi handelt. Kurz bevor wir es erreichen, fährt es jedoch davon. Zufall oder Flucht – schwer zu sagen. Da es mal wieder
bergauf geht wäre es uns auch diesmal entwischt, wären nicht just in dem Moment Jannette und Freddy mit ihrem Motorrad aufgetaucht. Wir bitten die zwei, das Sammeltaxi zu stoppen. Der Fahrer, ein äußerst sympathischer,
zahnloser alter schwarzer Mann, hat angeblich nichts gemerkt. Uwe fordert eine Zahlung für den zerstörten Spiegel – nicht des Geldes wegen, sondern weil es einfach keine feine Art ist, sich aus dem Staub zu machen. Wir bedanken
uns bei Jannette und Freddy und hoffen auf ein Wiedersehen mit ihnen im Baviaanskloof.
Die Landschaft ist beeindruckend und nach kurzer Zeit biegen wir von der Hauptstraße auf – ja genau – auf
Schotterpiste. Und dann passiert es: ein hässliches, leider inzwischen vertrautes Geräusch bringt unseren Hansi zum Stillstand. Nach ein paar gelösten Schrauben besteht Gewissheit: Die nagelneue, extra aus Deutschland
importierte Steckachse ist nach guten 2.000 km gebrochen. Das darf nicht wahr sein. Ist es aber leider. Da Hansi ja
in der Untersetzung noch fahren kann, beschließen wir den Baviaanskloof zu druchfahren, da wir hier ohnehin nicht schnell vorankommen und dann die restlichen Kilometer bis nach East London im Kriechgang zurück zu legen. Also versuchen wir, uns unsere Stimmung nicht verderben zu lassen und setzen unsere Fahrt
fort. Eine sehr schöne Strecke, die Lodie uns empfohlen hatte. Nach einigen Stunden erreichen wir das Gate zum Nationalpark, wo uns zwei Frauen mitteilen, wir können
unmöglich da durch fahren. Die Bäume seien viel zu niedrig und es gäbe große Berge – viel zu gefährlich. Da Lodie unser Auto jedoch kennt, denken wir, es wird schon
gehen. Also überzeugen wir die zwei. Als uns kurz darauf ein Ranger stoppt um uns mitzuteilen, das irgendwo auf der Strecke ein Auto am Hang liegen geblieben ist und er
nicht wisse, ob wir diese Stellle passieren können, fragen wir ihn, ob er abgesehen hiervon ein Problem wegen der Größe unseres Autos und der Piste sieht. Er verneint. Also versuchen wir es, denn
ansonsten müssten wir die ganze Tagesetappe wieder zurückfahren. Die Piste wird immer enger, die Vegetation immer üppiger, aber es geht voran. Nach einer kurzen Pause, bei der wir von Anderen erfahren, dass das liegen
gebliebene Auto weg und die Strecke damit frei ist, passieren wir die erste Bergkette ohne größere Probleme. Nach Durchquerung des Tals geht es den nächsten Berghang aufwärts. Die Piste wird deutlich schlechter. Sie ist
von tiefen ausgewaschenen Furchen durchzogen und so kommt es, wie es offenbar kommen sollte: Hansi ist es mit seinem nun nur noch vorhandenen Frontantrieb nicht möglich, den Berg zu erklimmen. Uwe versucht es einige Male,
aber selbst die Sandbleche bringen keine Hilfe. Lediglich die Reifen leiden. Keine Chance also, wir müssen zurück.
Das ist leichter gesagt als getan, denn eine Stelle zum Wenden zu finden ist gar nicht so einfach. Also erst einmal ein gutes Stück langsam rückwärts, dann einiges Dornengestrüpp entfernt und nach mehrmaligem Vor- und
Zurücksetzen ist Hansi dann endlich gedreht und Uwe pitsch nass geschwitzt. Auf Grund der fortgeschrittenen Stunde und der schon langen Fahrdauer steuern wir die nächste ausgeschriebene Camp-Wiese an, trinken ein
wohlverdientes kühles Bier und gehen inmitten der Naturgeräusche früh schlafen. |
|
|
Am frühen Morgen treten wir dann den Rückweg an. Der Berghang ist hier nicht weniger steil, aber die Piste deutlich besser, so dass wir glücklicher Weise hinauf kommen und nicht für den Rest
unseres Lebens im Bergtal gefangen sind. Der Rest in Kürze: Nach 344 km in 9 Stunden und 38 Minuten reiner Fahrzeit erreichen wir am Abend völlig geschafft aber einigermaßen zufrieden Jeffrys Bay. Der Campsite, den wir von
unserem ersten Besuch vor ein paar Wochen bereits kennen, hält dann noch eine Überraschung für uns bereit: Die Ferienzeit hat begonnen und es gibt so gut wie keinen freien Platz mehr. Dazu ist der Preis von ehemals 95 Rand auf
stolze 220 Rand angesprungen. (Ja Stephan, wenn es Brei regnet, wird auch hier der Löffel ausgestreckt!) Am Morgen unternehmen wir einen kurzen Strandspaziergang und sind geschockt ob der Überfüllung. Da fällt der Abschied
nicht ganz so schwer und wir machen uns auf den Weg nach Port Elizabeth, wo wir noch ein paar Sachen von Markus versprochen haben einzusammeln und in der Mercedes-Niederlassung einen neuen „Fühler“ für Hansi erstehen. Etwa 50
km außerhalb von P.E. steuern wir den schönen Strand am „Sonday-River-Mouth“ an, an dem wir bereits vor ein paar Wochen gerne eine Nacht verbracht hätten. Traumhaft schön, wären da nicht die bis zur Perfektion ausgestatteten südafrikanischen Camper. Pünktlich zur Dämmerung wird das Stromaggregat
angeschmissen – so d-rrrrrrr-ämmern wir in die Nachtruhe, können aber endlich das schon lang gesuchte Kreuz des Südens am sternenübersäten Himmel ausfindig
machen. Am Morgen werden wir dann geweckt – nicht vom Aggregat sondern von spielenden bierbäuchigen Männern mit ihren lärmenden Modellflugzeugen – manchmal
muss man die Wahrheit einfach aussprechen bzw. niederschreiben. Wir wollten halt einfach gerne noch eine letzte Nacht inmitten ungestörter Natur verbringen. Schade, war aber trotzdem schön.
Die letzte Etappe nach East London verläuft langsam, aber ohne Probleme. Wir fahren zu unserem Automechaniker John auf die Farm, um ihm das Dilemma zu zeigen. Die eigentliche Ursache, nämlich der Schiefstand der
Hinterachse wurde nie behoben, sondern immer nur die Steckachse repariert. Also wird kurzerhand die komplette Achse ausgebaut, bis aufs Achsgehäuse leer „gestript“, weggefahren und auf einer Drehbank bearbeitet. Die Zeit
drängt, zum einen wegen der anstehenden Verschiffung, zum anderen wegen der beginnenden Weihnachtszeit. Die Tage verbringen wir organisatorischen Fahrten zur Shipping-Agentur und zur Zollbehörde. Die Abende verfliegen in
netter Gesellschaft von Gail, John und seinem Sohn Allan. Am Freitag, dem 19.12. soll Hansi wieder fahrtüchtig sein
und so organisieren wir als kleine Abschiedsparty einen Braai (Barbecue auf südafrikanisch). Der Braai gelingt, die Testfahrt leider nicht. Die geschweißte Steckachse bricht erneut – zum nunmehr 7. Mal. Das kann uns die Laune
jedoch nicht verderben, denn die letzten 2 ½ Tage bis zum Abflug wollen wir uns keines Falls verderben lassen. Am nächsten Morgen verabschieden wir uns von Gail. John will noch versuchen einen letzten Schweißversuch zu
organisieren und die Steckachse bis Montag fertig haben. Vielleicht klappt es ja. Wir lassen uns bis dahin auf dem Campsite im Lagoon Valley nieder, um den letzten vollen verbleibenden Tag dort zu genießen. Den haben wir heute,
Sonntag den vierten Advent. Das Wetter bietet uns eine Einstimmung auf die Rückkehr – es ist bewölkt und eher kühler. Ab und an nieselt es.
Morgen stellen wir Hansi am Hafen ein. Das Schiff hat Verspätung und er muss wohl noch etwas ausharren, bis er den Heimweg antreten kann. Wir hingegen werden um 17.10 Uhr den Flieger in East London besteigen und mit
Zwischenstopp in Johannesburg und Zürich am Dienstag Morgen in Frankfurt ankommen. Wir freuen uns sehr auf unseren Familien- und Freundeskreis und sind gespannt, was sie schon seit Wochen für unseren Empfang
ausgeheckt haben. Dennoch ist es ein seltsames und nicht einfaches Gefühl, nach so langer Zeit des Reisens zurück zu kehren. Einerseits glaubt man zu wissen, was einen erwartet, andererseits ist doch deutlich spürbar, dass es
irgendwie anders sein wird als vor der Reise. So ist es ein Wechselbad der Gefühle und wir nehmen Abschied von unserer „großen Reise“ mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Wir wollen uns an dieser Stelle bei allen treuen Lesern bedanken, die uns auf unserer Reise begleitet haben. Verabschieden wollen wir uns jedoch noch nicht: In Kürze werden noch unsere Eindrücke zu Südafrika und zu unsere
Heimkehr nach Deutschland folgen. Später, wenn sich unsere Gedanken zur Reise „gesetzt“ haben und wir uns (hoffentlich) gut wieder eingelebt haben werden wir auch hierzu noch einen Bericht verfassen. Auch haben wir uns
vorgenommen, noch ein paar Informationen und Anregungen für andere Reisende niederzuschreiben, denn wie hilfreich so etwas ist, haben wir selbst erfahren.
Wir wünschen Euch allen ein schönes und friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr!
Liebe Grüsse – noch aus Südafrika Uwe und Nicole |