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Kenia Teil 2: 19.05.2008 – 15.06.2008
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Heute ist unser Hochzeitstag. Wir möchten den Tag nicht als einen „gewöhnlichen“ Tag verstreichen lassen und beschließen, nochmals nach Nanyuki zu fahren um auf dem Gelände des Sportsman´s Arms
Hotel zu stehen, die Sauna zu nutzen und uns ein gutes Dinner zu gönnen. Gesagt, getan. Auf dem Weg dort hin kommen wir an einem schönen Flugplatz vorbei, wo wir natürlich nicht umher kommen, auf der Restaurantterrasse einen echten Cafe Latte zu genießen. Die Szenerie und das gehobene Ambiente stehen in starkem
Kontrast zu unserem täglichen Reisen. Wir genießen die Atmosphäre ebenso wie den vorzüglichen Cafe und schwelgen in Erinnerungen. Den letzten Latte Macchiato hatten wir im Sheraton in Addis Abeba
getrunken und den davor im Cafe Crumble in Frankfurt. Lang lang ist´s her. Am Abend ist die Überraschung groß, als wir in der Sauna erneut auf „unseren“ Elektriker Antony treffen – den Michel von Kenia. Er
berichtet uns ausführlich von den erfolgreichen Reparaturarbeiten an der Stromleitung und wir sind sehr froh, dass sich die Lösung dieses Problems so einfach präsentiert hat.
Unsere weitere Reiseplanung für Kenia sieht eigentlich vor, dass wir den Nakuru- Nationalpark und die Massai-Mara ansteuern. Da wir uns aber auch gerne mit Nina und Alex (Familie von uns, die in
Uganda Entwicklungshilfe leisten) treffen möchten, versuchen wir eine sinnvolle Route zu gestalten. Da Nina mit den Kids jedoch nur noch zwei Wochen in Uganda sein wird, wollen sie die wenige
verbleibende Zeit zum Besuch einiger Nationalparks im Westen Ugandas nutzen, was uns etwas zu viel Trubel und Fahrerei ist. Wir telefonieren uns ein paar mal zusammen und beschließen letztendlich gemeinsam, das Treffen in Uganda auszusetzen und auf Deutschland zu verschieben. So fahren wir
schließlich von Nanyuki über Nyahururu nach Nakuru, um den Nationalpark zu sehen. Die Strecke ist wieder mal eine Rüttelpiste, unterwegs helfen wir einem liegen gebliebenem Wagen mit
Kühlerwasser aus, dann fangen wir selbst das Reparieren an: Die Lichtmaschine lädt nicht mehr, da sich das Massekabel gelöst hat. Unser Nachtcamp erreichen wir erst spät am Abend, was nicht zuletzt am einsetzenden Regen liegt,
der den lehmigen Weg in eine seifigen Rutschbahn verwandelt. Doch die Mühen lohnen sich: Der Campsite ist an eine Lodge mit Restaurant angeschlossen, in dem wir uns mit einem guten Dinner
direkt neben dem offenen Kamin verwöhnen lassen. Gut gesättigt und erschöpft fallen nach dem Essen ins Bett und lauschen dem prasselnden Regen. |
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Per e-mail, Telefon und sms haben wir uns seit einigen Tagen mit Nigel und Kate kurzgeschlossen, mit denen wir seiner Zeit gemeinsam den Assuan-Stausee von Ägypten in den Sudan überquert hatten.
Wir treffen uns am nächsten Morgen „auf einen Cafe“ am Hauptgate des Nationalparks, da Sie gerade auf dem Weg von Nairobi nach Uganda sind. Wir freuen uns sehr, die Vier wieder zu sehen und die wenige Zeit verfliegt im
Austausch der Erlebnisse leider viel zu schnell. Am frühen Nachmittag fahren wir dann in den Nakuru-Nationalpark ein. Wie immer, versuchen wir auch hier einen günstigeren Tarif für den Truck zu bekommen, was uns bei den sehr
freundlichen aber unnachgiebigen Bediensteten hier leider nicht gelingt. Der Nationalpark zählt mit seinen 188 km² Fläche eher zu den kleineren Naturschutzreservaten Kenias, und beinhaltet unter anderem den 40 km² großen
Nakuru-See, ein Salzsee des Riftvalley, der durch seinen Reichtum an Wasservögeln
bekannt ist. Leider kommen wir nicht in den Genuss, die zahlreichen Flamingos zu bewundern, die hier normalerweise den See in ein zartes Rosa tauchen. Von den Rangern erfahren wir, dass sie sich zur Zeit in
Tansania aufhalten, um dort ihre Eier zu legen. Schade. Aber dennoch sind wir überwältigt von der Vielfalt und Vielzahl an Wildtieren die der Park zu bieten hat. So sehen wir beispielsweise die ersten Nashörner
unserer Reise – und das aus nächster Nähe. Das Campen im Park mit Lagerfeuer und Affen genießen wir genau so, wie das morgendliche Beobachten von Hunderten, wenn
nicht gar Tausenden von Pelikanen am Seeufer. Unbeschreiblich ist schlicht weg das Flugaufkommen und das rege Treiben der Vögel. Wir sind fasziniert und verbringen den Großteil des Morgens inmitten
dieses Geschehens. Nur schwer können wir uns von dem Park losreißen, der irgendwie an einen riesigen Zoo ohne Zäune erinnert.
Der weitere Weg führt uns über die Stadt Narok in die Massai-Mara. Wir freuen uns mittlerweile über jede schöne Teerstraße, so auch auf dieser Strecke. Aus Gesprächen wissen zwar, dass die letzten
80 km zum Nationalpark „rough road“, also raue, ungeteerte Straße sind, aber dass sie so „rough“ ist, hatten wir nicht erwartet. Insbesondere nicht, da es sich um eine der Hauptzufahrtsstrassen zu einem
der bekanntesten Naturreservate Ostafrikas handelt. Wir üben uns wieder einmal in Geduld und kommen ohne Fahrzeugschäden an. Die Massai-Mara knüpft an die Serengeti (Tansania) an und ist
bekannt durch zahlreiche Filme, welche die jährliche Wanderung (Migration) riesiger Herden von Gnus, Zebras und Gazellen verdeutlichen. Für das Beobachten der Migration sind wir zu früh, nach Auskunft
der Ranger werden die großen Herden erst in etwa 4 Wochen den Mara-Fluss überqueren, bei dem sich dem Beobachter das Schauspiel der jagenden Krokodile bietet. Trotz weniger Dichte von
Wildtieren bestaunen wir hier unsere ersten Löwen der Reise, sehen aber auch große Zebra-Herden und Hyänen. Sehr nervig sind die vielen Massais, die direkt am Parkgate zahlreiche Souvenirs in
aufdringlichster Weise an den Touristen bringen wollen oder aber zum Besuch ihrer Dörfer „einladen“, zu horrenden Preisen und nicht ohne Kaufzwang versteht sich. So werden aus Kriegern Jäger – Touristenjäger. |
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Nach unseren „Safaris“ ist es nun an der Zeit, Nairobi anzusteuern. Also wieder zurück nach Narok und dann weiter in Richtung Nairobi, wo uns die Strecke grandiose Ausblicke ins Rift Vally
eröffnet. Kurz vor Nairobi machen wir Bekanntschaft mit der hiesigen Polizei. Der nette Polizist macht uns bei einer Verkehrskontrolle darauf aufmerksam, dass hinter unserer Windschutzscheibe der Sticker der Versicherung fehlt.
Nach einigem hin und her steht schließlich die Frage nach „something small“ im Raum, die wir mit einem Kugelschreiber quittieren und daraufhin ein ungläubiges Lächeln ernten. Wir wollen noch vor Einbruch der Dunkelheit unser
Camp erreichen und so geben wir etwas entnervt einen kleinen Betrag und können unbehelligt unseres Weges ziehen. Nicole navigiert uns wie immer souverän durch die Stadt und so erreichen wir die „Jungle Junction“. Die von
dem Deutschen namens Chris betriebene Campsite gilt als Traveller-Treff, und so sind wir nicht überrascht, viele Selbstfahrer aus aller Herren Länder anzutreffen. Wir genießen den nächsten Tag im Austausch mit anderen Reisenden
und nutzen den Wäscheservice der jungle-junction. Die Wäsche hat es dringend nötig, denn seit unserer Abfahrt gab es nur Handwäsche und so schätzen wir insbesondere das frische Bettzeug am Abend. In Nairobi stehen einige
Reparatur- bzw. Wartungsarbeiten für unseren Hansi auf dem Programm. So geht es zunächst in die Werkstatt von Peter, ein ehemaliger Abendteurer, der sich unter anderem seine Brötchen als Buschpilot an der Elfenbeinküste
verdient hat. Aber nun schrauben seine Mitarbeiter Waeklif und Mole an Hansi. Eine Dichtung am Zwischengetriebe ist zu erneuern, und die Kupplungsscheibe wird ausgewechselt. Die Ersatzteilbeschaffung erweist sich als
schwieriger als gedacht und so bleibt uns nichts anderes übrig, als die Nacht auf dem Werkstattgelände zu verbringen. Weniger schön ist, dass wir auch den kompletten Folgetag – Nicoles Geburtstag – dort ausharren müssen.
Eigentlich wollten wir an diesem Tag etwas Besonderes unternehmen, doch so bleibt uns nur zu beschließen: „Das holen wir nach.“ Am späten Nachmittag ist es dann endlich so weit. Die Arbeiten sind erledigt. Peter meint, Nicole
solle an ihrem Geburtstag doch noch etwas Schönes erleben und so fragt er uns, ob wir Ihn am Abend zum „Wilson-Airport“, dem zweit ältesten Aeroclub der Welt, begleiten wollen. Das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen.
Peter holt uns wenig später ab und wir bewundern das sehr schöne Clubhaus im kolonialen Stil. Bei Peppersteak und kühlem Bier verleben wir einen unterhaltsamen Abend und erfahren so einiges über Land und Leute.
Am
nächsten Tag steht die Spring-Factory auf dem Programm. Wir hatten dort bereist vorgesprochen und einen Termin für 7 Uhr in der Frühe erhalten. Da wir durch die ganze Stadt fahren müssen, bedeutet dies eine Abfahrt um 5.30 Uhr.
Dafür geht es aber auch pünktlich los. Die zwei hinteren Federn werden mit einigen Mühen entfernt und aufgerüstet. Wir verbringen erneut einen Tag in der Werkstatt, in der wir eine Führung durch den Betrieb erhalten und auch
sonst viel Abwechslung in Gesprächen mit Betriebsangehörigen und Firmeninhaber finden. Gegen Nachmittag ist Hansi um zwei zusätzliche Federblätter je Hinterrad reicher und wir machen uns nach einem kurzen Abstecher in den wohl
größten Supermarkt Nairobis auf den Heimweg. Dichter Stadtverkehr und dann mal wieder ein Polizist. Diesmal haben wir keine Sicherheitsgurte und sollen mit auf die Polizeistation fahren, insgesamt 60 Euro Strafe bezahlen und am
folgenden Tag am Gericht vorsprechen. Na super. Und es wird schon wieder dunkel. Also diskutieren wir und kommen schließlich mit „something small“ davon, müssen aber versprechen, die Sicherheitsgurte nachzurüsten.
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Da wir keine weiteren Tage und vor allem Nächte in irgendwelchen Garage verbringen möchten, lassen wir die weiteren Arbeiten an Hansi bei Chris auf der Campsite ausführen. Die Bremsen sollen neu belegt werden und die Arbeiten
ziehen sich über mehrere Tage. So sind wir froh, den richtigen Riecher gehabt zu haben und uns unabhängig vom Erscheinen oder auch Nichterscheinen der Mechaniker ein paar schöne Tage machen zu
können. Nairobi begeistert uns sehr. Die Stadt wirkt mit all den Hochhäusern und zum Teil sehr modernen Gebäuden sehr westlich, nur dass die Taktung der geschäftigen Menschen etwas langsamer ist als
bei uns. Auch bei Chris in der Jungle Junction fühlen wir uns wohl. Es ist schön sich unter Gleichgesinnten zu befinden und so verbringen wir unter anderem einen sehr schönen
Abend im „Carnivore“, DEM Fleischrestaurant Nairobis. Neben herkömmlichen Fleischsorten gibt es auch Straußen- und Krokodilfleisch. Interessant und wohlschmeckend!
Nachdem unser Hansi wieder fahrbereit ist, machen wir uns an unserem letzten Tag in Nairobi noch einmal auf zum Supermarkt. Vorher installiert Uwe noch die brandneuen Sicherheitsgurte, die wir für
jeweils 5,-- EUR gekauft haben. Kaum vom Gelände der Campsite heruntergefahren, werden wir auch schon wieder angehalten. Ein Polizist – der gleiche wie beim letzten Mal – grüßt freundlich, fragt nach
unseren Sicherheitsgurten und reißt im gleichen Moment die Fahrertür auf. Als er uns ordnungsgemäß angeschnallt vorfindet strahlt er übers ganze Gesicht und widmet sich ohne weitere Fragen oder
Forderungen seinem klingelnden Handy. So können wir einkaufen und dem Giraffe-Center südwestlich der Stadt einen Besuch abstatten. Es ist eine schöne Anlage, bei der man sich mit den Giraffen auf
gleiche Augenhöhe begibt und einiges über sie erfährt. So vergeht der letzte Tag in Nairobi und wir verlassen die Stadt am nächsten Morgen Richtung Mombasa – wir wollen endlich ans Meer! |
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Die Piste ist ein Alptraum. Die Hauptverkehrsverbindung zwischen dem
größten Hafen Ostafrikas und Nairobi – einfach unbeschreiblich. Löcher, Wellblech, Staub und jede Menge Autos. Erst nach etwa 140 km erreichen wir den neu ausgebauten Teil der Straße und kommen auf fast
neuem Teer gut voran. Chris hatte uns den „Red Elephant Campsite“ in Voi empfohlen, mit 345 km eine gute Tagesetappe. Leider laufen die Preisverhandlungen wenig erfolgreich, so dass wir uns erfolglos nach
einer anderen Bleibe für die Nacht umsehen um letztendlich doch wieder beim Roten Elefanten zu landen. Am nächsten Morgen – Uwes Geburtstag – ändern wir unseren
ursprünglichen Plan. Statt unsere Fahrt Richtung Mombasa fortzusetzen fahren wir nur wenige hundert Meter zur Voi-Wildlife-Lodge mit angeschlossenem Safari-Spa. Dieses herrliche Plätzchen hatten wir
am Vortag entdeckt, durften dort jedoch nicht campen. So gönnen wir uns zur Feier des Tages ein schönes großes Zimmer mit großem Bad und heißer Dusche und lassen es uns so richtig gut gehen.
Die Lodge liegt unmittelbar an der Grenze des Nationalparks mit Blick auf ein Wasserloch, in das vor zwei Tagen ein Hippo eingezogen ist und das regelmäßig von Elefanten und anderen Tieren
aufgesucht wird. So verbringen wir einen sehr entspannten Tag, genießen eine gute Massage, schwitzen in der Panoramasauna und kühlen uns zwischen den einzelnen Gängen im Pool ab – mit
Blick auf das Wasserlauch und Hippo. Als wir uns in Richtung Restaurant begeben erblicken wir das Hippo, welches im Schutz der Dunkelheit das Wasser verlässt und auf Erkundungstour geht. Ein ganz
schöner Brocken! Einziger Wehrmutstropfen ist ein „Kegelclub“ indischer Frauen, die uns mit ihrem Geschwätz um den Schlaf bringen. Am nächsten Morgen erkundigen wir uns, wann die Frauen
abreisen – heute – und beschließen noch eine Nacht anzuhängen. Es ist eine so schöne Lodge, die müssen wir einfach noch etwas genießen.
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Dann geht es über Mombasa, das wir allerdings nur durchfahren, über die Hafenfähre an den indischen Ozean. Endlich! Meer! Von dem viel gelobten Twiga Camp sind wir allerdings etwas enttäuscht.
Der Platz liegt zwar direkt am Meer, wirkt jedoch ziemlich verwaist. Da sich der Tourismus in Kenia nur langsam von den Ausschreitungen im Zusammenhang mit den Wahlen im Dezember 2007 erholt, haben viele der vom Tourismus
lebende Kenianer eine schwere Zeit hinter sich. So werden wir innerhalb des ersten Tages an unserem einsamen Strand gleich von 15 jungen Männern begrüßt, die uns etwas verkaufen wollen. Das Angebot reicht von Kokosnüssen, Schlüsselanhängern, Muscheln und Fisch über Früchte bis
hin zu Feuerholz. Jeder erzählt uns die Geschichte von den ausbleibenden Touristen und irgendwie können sie einem schon Leid tun. So erstehen wir hier und da ein paar Kleinigkeiten und vertrösten die
anderen mit aufbauenden Worten über die bald startende Saison. Der Strandspaziergang am nächsten Tag wird von noch mehr Verkäufern begleitet – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn wir nichts
kaufen, laufen die hartnäckigen „beach boys“ Meter für Meter neben einem her, bis man sich entweder erweichen lässt, oder sie endlich einsehen, dass kein Geschäft zu machen ist. Wir bleiben hartnäckig,
was wenig entspannend ist. Lediglich der Verkäufer des Feuerholzes macht tagtäglich ein gutes Geschäft mit uns. Denn so ein Feuerchen am Abend, direkt am Strand... das hat schon was.
Nach drei Nächten wird es uns zu anstrengend. Wir wechseln nach Diani-Beach und fahren auf dem Weg dorthin geräuschvoll unser Dachfenster an einem weit nach unten ragenden Ast kaputt. An der
Stelle, an der sich gerade noch das schöne große Fenster befand, klafft nun ein ebenso großes Loch. Dem prompt einsetzenden Regen begegnen wir mit einem fest gezurrten Regenschirm und dem
ersten Schlosser den wir ausfindig machen können erteilen wir einen Auftrag. Im zweiten Anlauf ist das Blech dann auch brauchbar, nur öffnen lässt es sich nicht, was vorher bei dem Dachfenster zur Lüftung
sehr praktisch und effektiv war. Wir verbringen noch drei Nächte auf dem Camp am Diani-Beach, wo man sich etwas unbehelligter bewegen kann. Dann geht es weiter zur Grenze. Diese letzte Etappe löst
in jedem Land eine etwas melancholische Stimmung aus. Nach durchschnittlich vier bis fünf Wochen Aufenthalt sind es dann doch zumeist gemischte Gefühle, sich von dem Land wieder zu verabschieden
. An der kenianischen Grenze läuft zunächst alles glatt, bis wir mit unseren Papieren wieder im Auto sitzen und den Motor starten. Da kommt der Custom-Officer angesprungen und verlangt ein extra Fee,
da wir ja einen Truck fahren und Sonntag ist. Bei der Gelegenheit will er dann auch noch die Quittung von der Roadtax sehen, die für Lkw´s obligatorisch ist, die wir jedoch nie bezahlt haben. Also einigen
wir uns auf eine Summe, die der Tax von Nairobi bis zur Grenze entspricht und dürfen dann Kenia verlassen. |
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Unsere Eindrücke zu Kenia: Sehr stark beeindruckt haben uns die Samburu Frauen, die in Ihrem Village
eine Art Frauenhaus inmitten einer von Traditionalisten geprägten Umwelt unterhalten. Der Mut und die Durchsetzungskraft sind bewundernswert. Wie auch schon in anderen Ländern zuvor, ist der Unterschied zwischen Land- und
Stadtbevölkerung ernorm. Während z.B. im Norden Kenias noch sehr traditionell gelebt wird, ist Nairobi eine pulsierende Stadt, die einen sehr westlichen Einschlag ausstrahlt. Wahrscheinlich nicht zuletzt aufgrund der englischen
Kolonialzeit. Zur politischen Situation wird von Kenianern einhellig mitgeteilt, dass nun alles in Ordnung ist, da sich die Regierung gebildet hat. Dringt man jedoch in Gesprächen tiefer zur aktuellen politischen Situation
durch, so entsteht der Eindruck, dass zur Zeit die Landesführung ein fragiles Gebilde ist, welches seine Stabilität erst noch finden muss. In Sachen Tourismus ist Kenia zweifelsohne Profi, das Management der Nationalparks
ist auf jedem Fall sehr gut organisiert. Das Land hat viel zu bieten mit seinen unterschiedlichen Landschaften, Ethnien und seiner vielseitigen Tierwelt.
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