Das ist Hansi.

Der Name hat Geschichte, wie sonst sollte ein gestandener LKW Baujahr 1965 zu einem solch merkwürdigen Namen kommen.

Uwe hatte bereits seit über einem Jahr das web durchsucht und einen Hanomag AL28 sowie einen Magirus Probe gefahren als der goldfarben lackierte Rundhauber mit weinrotem Airbrush unsere Aufmerksamkeit erregte. Die Inneneinrichtung überzeugte auf den Bildern in einem sehr gemütlichen self-made-Style, aber Servolenkung und Differentialsperre fehlten. Für Uwe absolute k.o.-Kriterien. Und dazu noch diese Farbe! Doch Nicole setzte sich durch und so wurde der Rundhauber besichtigt. Bereits beim ersten Blick war klar: Das ist unserer! Auch die Probefahrt überzeugte, und so wollten wir den LKW gleich mitnehmen. Doch der derzeitige Fahrzeughalter – ein sehr netter und sympathischer Hairstylist namens Hansi – eröffnete uns daraufhin, dass bereits jemand aus Kenia einen Kaufvertrag gefaxt hätte. Unsere Überzeugungsversuche scheiterten. Hansi wollte erst noch einmal mit dem Interessenten aus Kenia sprechen und auch mit seiner Freundin, denn die wolle den LKW eigentlich gar nicht verkaufen. Wir wurden auf den nächsten Tag vertröstet. Um die Enttäuschung zu verdauen, diskutierten wir auf der Heimfahrt die diversen Vor- und Nachteile verschiedener Autos, die zu Unterscheidungszwecken nach diversen Merkmalen benannt wurden. Der eben besichtigte war der Rundhauber vom Hansi.

Als am nächsten Morgen der erlösende Anruf mit dem erhofften Zuschlag kam, wurde aus „dem Rundhauber vom Hansi“ ein „Hansi“ – eigentlich nur übergangsweise, aber dann war es irgendwann zu spät. Und deshalb heißt Hansi nun Hansi.

Und so wurden wir im September 2007 stolze Besitzer von Hansi. Erste Investition: Farbe, Pinsel, Lackröllchen.

Steckbrief:
Daimler- Benz LA 710
Baujahr 1965
100 PS
5,8 l Hubraum
600 l Dieseltank

Unser Hansi ist ein ehemaliger Großraum-Krankentransporter, der in den 80er Jahren zum Wohnmobil umgebaut wurde und angeblich auch schon einmal den afrikanischen Kontinent bereist hat. Damit kennt er hoffentlich den Weg! Zumindest sollte er dank Allrad, größerer Bereifung und einfacher Technik afrikatauglich sein.

Innenenausstattung: (siehe Galerie)
Kochzeile
Sitzecke mit Tisch (kann bei Bedarf zu einer zweiten Liegefläche umfunktioniert werden)
separater Toilettenraum
Outdoor-Dusche (der Wasserschlauch der Küchenzeile reicht bis aus dem Fenster)
großes Hochbett
„Keller“ (Riesen-Stauraum unter dem Bettbereich)
200 l Frischwassertank

Truma-Heizung
Engel-Kühlbox